Finanz

Eine Seite über Psychologie und Kommunikation kommt nicht am Geld vorbei. Geld allein macht nicht glücklich, aber beruhigt, sagt der Volksmund. Das stimmt nicht in jedem Fall. Wer besitzt, macht sich Sorgen, dass sein Vermögen wegschmilzt oder dass sie oder er es nicht geschickt genug vermehrt. Wer keins hat, kann sich eine Verschlechterung der finanziellen Lage nicht leisten und weiß nicht, wie es weitergehen soll. In jedem Fall ist Geld durchaus ein Grund, um nicht in den Schlaf zu kommen. Dabei entgeht unserem Bewusstsein oft, dass es mittellose glückliche Leute gibt: Extrembeispiel: buddhistische Bettelmönche. Dazu gehört allerdings ein soziales Umfeld, in dem eine solche Haltung Achtung findet.

Überall geht es um Geld. Therapeuten müssen bezahlt werden. Die müssen ihre Ausbildung bezahlen und ihre Praxiskosten tragen. Forschung muss finanziert werden. Ich brauche eine Flatrate, um diese Seite unterhalten zu können.

Psychologie ist nicht (mehr) frei vom Blick auf die Wirtschaft zu betrachten. Börse ist Psychologie. „Dies und das verschlechtert die Stimmung auf den Märkten.“

Zur Zeit geht es besonders um Angst. Staatsverschuldung mit drohenden Kürzungen, Inflation, Steuererhöhungen. Rezession. Flucht ins Gold. Da tut ein wenig Aufklärung gut.

Bei der Finanzkrise geht es vor allem darum, das Geld und die Rendite der Superreichen zu sichern. „Die Banken brauchen neues Kapital!“ Aktiengewinne werden nach wie vor nicht versteuert. Jede Handwerksfirma muss dagegen ihre Leistung penibel beim Finanzamt abrechnen. Das Rezept bei staatlichen Finanzkrisen ist immer: Renten kürzen und Rentenalter heraufsetzen (Angeblich ist es ja die demografische Entwicklung, die uns fertig macht und nicht die Spekulation), Steuern, besonders Verbrauchssteuern, erhöhen, Beamte schlechter bezahlen oder gar rausschmeißen. Die Finanzkrise ist extra dafür geschaffen worden, um die Supereichen noch reicher zu machen. Auf Kosten der Mehrheit, auf Kosten des Gemeinwesens.

Ludwig Erhard (CDU-Kanzler) wäre heute ein Linksradikaler. Der hat das Wohl der Bevölkerung noch im Auge gehabt. Hohe Gewinne für die ganz Reichen, kleines Glück für die Massen. Das hat funktioniert und ergab ein gewisses Gefühl der Solidarität. Das kleine Glück, komm zurück.

Diese Seite habe ich im August begonnen. Es ist offensichtlich nichts grundsätzlich Neues dazu gekommen. Wenn es in Europa keine Wirtschaftsunion gibt, oder sogar die Vereinigten Staaten von Europa, wird der Euro nicht zu halten sein, was das auch immer bedeutet. Denn eine Währungsunion ohne gemeinsame Innenpolitik ist ein Novum, und auch ein Witz. Nach wie vor ist nicht an eine gemeinsame europäische Sozialcharta gedacht. Warum auch? Das ist ja kontraproduktiv oder irrelevant für die Renditen.

Unter „Medien“ finden Sie eine Auswahl von Internet-Publikationen, mit kritischen Berichten, aber auch reine Börsen-Nachrichten. Damit Sie wissen, was die verdienen, die genug Geld haben, um sich Aktienpakete hinzulegen, deren Rendite Sie und ich bei jedem Einkauf bezahlen.



Medien

„Ich heiße Lena, bin Master-Studentin der Inter­nationalen BWL und schreibe hier regelmäßig über aktuelle Themen.“

Wirtschaftsteil


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Einzel-Artikel



Kurzfristiges Denken schadet der Wirtschaft

Schnelle Gewinne, nächstes Quartalsergebnis, Jahresbonus: Auf ausschließlich diesen Dreiklang hin ist das Tun vieler Manager ausgerichtet. Die Folge sind Entscheidungen, die langfristig dem Unternehmen schaden können.

„Manager, die dem Shareholder-Value-Ansatz folgen, treiben den Kurs oft durch kurzsichtiges Handeln nach oben und verlassen das Unternehmen, bevor die Kurse einbrechen“

Von Malte Buhse im Handelsblatt. Stand: 27.11.11

Lobbyismus

Zu Lasten der Privathaushalte. Wieder mal ein Geschenk der CDU/FDP an die Hoch-Strom-Verbraucher unter den Industrieunternehmen zu Lasten der Menschen in Deutschland. Die Privathaushalte, ohnehin Leidende unter hemmungslosen Preis­erhöhungen im Energiebereich, dürfen noch mehr bezahlen.
Stand 22.11.11

Privathaushalte zahlen die Zeche

„Eine "einmalige Schweinerei" nennt der Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, das Vorgehen. "Die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist", sagte er der "FR". Das Motto würde lauten: "Ihr Bürger wolltet die Energiewende, also sollt ihr sie auch allein bezahlen."

stern-online. Gefunden am 25.11.11

Haben und Sein

„Wir wissen doch, warum lendenlahme alte Säcke sich nicht nur Viagra reinziehen, sondern vor allem ihr „Ambiente“ pflegen: Sportwagen oder SUV, deutsche Dogge,  Designerklamotten, hochbeinige  Lebensabschnittsgefährtin, Mitglied im Golf- und Yachtclub, eigenes Jagdrevier, Segel- oder Motorboot und Häuschen hier und Chalet da.  Aus demselben Grunde brauchen Frauen mit dem Fallen der Takelage einfach immer mehr  Modegedöns, schmuckvollen Behang, Aberdutzende paar Schuhe und Taschen, schmückende Pelze und möglichst  den präsentablen Zahlmeister dazu, falls sie nicht alles allein bezahlen können.  Sie wissen kaum noch, wer sie sind, zählen aber stündlich durch, was sie alles so haben.  Das Haben hat ihnen jeden sozialen Sinn vernebelt und sogar den Einblick in das eigene Selbst! Wehe, wenn solche Leute mal auseinandergehen. Wer so dem Haben verhaftet ist, kämpft auch mit Klauen und Zähnen um jedes überflüssige Chippendale-Schränkchen.“

So ein unsachlicher Philosophiekram! Aber macht Spaß zu lesen. Har har har! Von der Seite MMNews. Die haben außerdem einen guten BörsenNachrichtendienst.

Stand: 25.11.11

Ein Essay über die Tücken des Nicht-Wissen-Wollen-Könnens

Volker Dittmars Grundsatzreferat über Statistik und Psychologie der Börsianer. Den Erfolg schreiben sie ihren Fähigkeiten zu, den Misserfolg dem Zufall. Stand: 29.08.11

Der Ökonom Stiglitz in der FAZ-Net

Sparen hilft nicht weiter, warnt der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz im F.A.Z.-Gespräch. Der New Yorker Starökonom will lieber die Spekulanten und Reichen bestrafen. Dagegen sollen arme Menschen entlastet werden.

Stand: 29.08.11

Der Euro und die Struktur der finanzschwachen Staaten.

„Wettbewerbsfähig und damit »eurofähig« werden wirtschaftlich schwache Länder weder durch fortwährende Transfers noch durch eine Umschuldung, an der kein Weg vorbeiführt, sondern nur durch Strukturreformen.“ Zeit-online. Stand: 29.08.11

Das war weit vor den letzten Börsen-Crashs: Drei lehrreiche Videos.

Hochgeladen von maxvonbock am 27.11.2006. Klare verständliche Darstellung der Geldwirtschaft mit ihren psychologischen Faktoren, nur scheinbar Science-Fiction.

Stand: 29.08.11

Der Schulden-Gewinn-Zähler

vor dem Hauptgebäude der Universität Hamburg. Zwei Zählwerke, die einem die Augen öffnen. Stand: 22.11.11

Dazu Detailinformationen. Quintessenz: die Gemeinschaft Deutschland hat keine Schulden. Es gibt wenige, die viel zu viel und viele, die viel zu wenig haben.


Mein Gott, die gute alte ZEIT, da bewegt sich mental aber was!

Denkverbote und ihre Auflösung

„Vernünftige Systemkritik funktioniert nur ohne Demagogie. Die Deutschen sollten ihre Freiheit endlich nutzen und sich alte Denkverbote abtrainieren.“

zeit-online 46. Stand 25.11.11

Mitten im Finanzsystem und doch dagegen

Sie protestieren gegen das System, zu dem sie selbst gehören: Im Occupy-Umfeld sammeln sich unzufriedene Banker und andere Insider. Zwei Beispiele.

Zeit-online, Stand 05.01.12

Kaufen, weglegen, neu kaufen

„Wenn der Durchschnittsdeutsche die 10.000 Dinge, die er inzwischen besitzt, alle erst einmal ausführlich benutzt, bleibt wenig Raum, um sich neue zu kaufen.“

„Eine Demokratie, die sich darauf beschränkt, Rauchverbote in Gaststätten zu erlassen oder die Helmpflicht von Radfahrern zu diskutieren, also dem gegenseitigen Gängelungsverhalten der Bürger nachzugeben, aber die eine große Macht, die alle gängelt, nicht beherrschen kann, ist das Papier nicht wert, auf dem ihre Verfassung gedruckt wird.“

zeit-online 46. Stand 25.11.11

Unterwegs zur Plutokratie

Hemmungsloser Reichtum, betrogene Bürger: Der entfesselte Markt bringt die Demokratie in Gefahr

„Der Bürger, der die Politiker für ihren Verrat an seinen Interessen bestrafen möchte, fände keine Partei im demokratischen Spektrum, die bereit wäre, sein Interesse gegen die Wirtschaft durchzusetzen. Er könnte in Deutschland die SPD gegen die CDU oder die CDU gegen die SPD oder beide gegen die Grünen auswechseln, ohne dass sich am Katzbuckeln vor dem Kapital etwas ändern würde.“

Ein anderes Beispiel: Kampf der Regierung für nicht artgerechtgehaltene Tiger in Zirkussen, aber die Förderung von KZs für Hühner und Schweine. Schweine sind übrigens intelligente und empfindsame Wesen. Schlachttier-KZs werfen Rendite ab! Zirkusse sind marginal.

Ja, es erscheint blöd, immer die Zeit zu zitieren. Aber die Wirtschaftsartikel sind einfach sehr anregend.

zeit-online 46. Stand 25.11.11

Retten, retten, retten

„Obwohl die Krise so groß ist, dass sie die Politik überrollen könnte, kann es der Politik dennoch gelingen, vor die Welle zu kommen.“

Zeit-online. Stand: 29.08.11

Euroland – bezahlt wird doch

Die Eurozone ist längst nicht gerettet. Es reicht nicht aus, wenn Griechen und Spanier zum Sparen gezwungen werden. Es fehlen Wachstumsimpulse und europäische Solidarität.von John Lanchester, TAZ-online, Aus Le Monde diplomatique. Stand: 29.08.11

Best-Börsen-Blog

der ARD-Börsenredaktion.

Stand: 29.08.11

Wie Finanzmärkte funktionieren

Wal Buchenberg 15.08.2007. „Da in der Finanzwelt fast jeder mit jedem Geschäfte macht, sind von einer Großpleite gleich hunderte Finanzinstitute betroffen.“ de.indymedia.org.

Stand: 29.08.11

Staatsverschuldung: wie gefährlich ist sie?

Zahlen und Zusammenhänge. Die Staatsverschuldung gefährdet die Demokratie. Ein Video von staatsverschuldung.de

Stand: 29.08.11

Aktienoptionen

Was sind das? Wodurch unterscheiden sie sich von Aktien? Was sind „calls“ und „puts“? Von aktienoptionen-verstehen.

„Kaufen Sie also eine Verkaufsoption auf die T-Aktie und die T-Aktie fällt, dann steigt die Optionsprämie der Verkaufs-Option. Man kauft natürlich nur dann eine Verkaufsoption auf eine beliebige Aktie, wenn man davon ausgeht, dass diese Aktie auch sinkt.“

Stand 27.11.11

Börse und Medien

Die Medien berichten über Kursschwankungen in Echtzeit, ohne Reflexion, übertreibend, sensationsgierig. FAZ-NET, Frank Lübberding

Stand: 29.08.11


Mehr Sachlichkeit, weniger Moralisieren

findet Marcel van Leeuwen in der Vermögens Zeitung online. Anstatt auf die Rating-Agenturen zu schimpfen, die eigentlich nur wiedergeben, was alle schon wussten, sind strukturelle Reformen in Europa erforderlich.

Stand: 29.08.11

Wachstum und Wohlfahrt – BIP oder NWI?

„... Es (das BIP) nimmt keine Rücksicht auf die Wohlfahrt der Bevölkerung und die Vertei­lung des Wohlstands, steigt also auch dann, wenn bei der Masse der Bevölkerung kaum etwas ankommt. Andererseits steigern Leistungen, die die Menschen in Selbsthilfe, Nachbarschaftshilfe, Hausarbeit oder Ehrenamt erbringen, den Wohlstand einer Gesellschaft, aber im BIP kommen sie nicht vor.

Im Krisenjahr 2009 haben die Autoren im Auftrag des Umweltbundesamtes einen Nationalen Wohlfahrts-Index (NWI) entwickelt.

Stand: 08.09.11


Finanz-online-Rechner von AWD

Das geht weit über das Schulwissen hinaus. Rechner rund um das Kapital. Renten, Anlagen, Versicherungen und anderes mehr. Stand 25.09.09