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Merkmale eines hochbegabten-freundlichen Schulsystems 1. Leistungsstarke Schüler finden ein sie forderndes und förderndes Angebot vor.Leistungsstärke und Hochbegabung sind nicht synonym. Voraussetzung für ein hochbegabten-förderliches System ist aber, dass für alle leistungsstarken Schüler ein angemessenes Angebot besteht, damit sich das Erleben des Erfolges von intellektueller Anstrengung entwickeln kann. Das fordernde und fördernde Angebot kann in schulexternen Maßnahmen bestehen, zum Beispiel in Wettbewerben. Es kann Schulformen oder Kurse geben, die leistungsstarken Kindern entgegenkommen. Bestimmte Schule haben ein besonderes Profil für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler. 2. Das Schulsystem erlaubt individuelle Anpassungen an die Schullaufbahn.Schnell-Lernerinnen und -Lerner können problemlos einen Jahrgang überspringen. Sie werden dabei in der Übergangszeit sinnvoll unterstützt. Kinder mit Teilhochbegabungen hospitieren im Unterricht höherer Klassen. Der Unterricht ist so angelegt, dass unterschiedliche Leistungsmöglichkeiten (Begabungen, Lernstile) Berücksichtigung finden. 3. Die Lehrkräfte sind über das Konzept der Hochbegabung und Teilhochbegabung informiert.Es ist nicht erforderlich, bei der Information von Lehrkräften hohen Aufwand im Sinne einer Spezialschulung zu betreiben. Es geht im wesentlichen um das Wissen weniger Fakten und die Umsetzung in Beobachtung und die Gestaltung der Lernangebote. 4. Die Lehrkräfte sind souverän im Umgang mit den Eltern.Die Eltern können
verlangen, dass das Kind nicht unterfordert wird, dass
das Kind nicht sinnlosen Routinen ausgesetzt ist, statt
Lernanreize zu bekommen. Die Lehrkräfte stellen an das hochbegabte Kind dieselben Ansprüche wie an andere Kinder auch, was das Lernen und Üben angeht, an die Mitarbeit. Das gilt besonders für Teilhochbegabte und Hochbegabte mit singulären Ausfällen, zum Beispiel in der Schreibmotorik. Die Motivierungsbemühungen stoßen manchmal auch an Grenzen. Wo diese Grenzen sind, das ist im Einzelfall zu klären. Manche Eltern erziehen ihre Kinder zur Grenzenlosigkeit. Beeindruckt von ihrer Wortgewalt, lassen sie sich die erzieherische Richtlinienkompetenz wegdiskutieren. Das müssen Lehrkräfte nicht genau so handhaben. |