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Uwe Wiests Vita - Werdegang und Berufsleben und der ganze Rest

Kindheit, Schule, Studium
Schulpsychologe in Bremen
Die lebendige Bremer Schulbehörde
Weiterqualifizierung, Lehrerfortbildung, schulpraktische Forschung, Veröffentlichungen
Kolleginnen und Kollegen mit besonderen gemeinsamen Schwerpunkten
Groß in der Leitung, Organisation und Vernetzung:
Von mir administrierte Webseiten:

Kindheit, Schule, Studium

Am 28. April 1942 wurde ich in Bad Oldesloe geboren.

Eingeschult wurde ich 1948 in die Neue Stadtschule.
1961 Abitur am Theodor-Momm­sen-Gymnasium.
19641980uwewiest 19922001Portrait 2021

1961 bis 1968 Studium in Hamburg
Als Oberstufenschüler habe ich mir exemplarisch Vorlesungen von Peter R. Hofstätter angehört. Das war mit ausschlaggebend für meine Studienwahl: die inhaltliche Vielfalt des Fachs.

Meine Hochschul­lehrerinnen und -lehrer, unter anderem: Curt Bondy, Peter R. Hofstätter, Gustav Lienert, Rudolph Cohen, Werner Tack, Dirk Wendt,  Margit von  Kerekjarto, Annemarie und Reinhard Tausch, Wolf-Dietrich Grodzicki. Regelmäßig habe ich die Vorlesungen von Carl-Friedrich von Weizsäcker  zum Thema Kosmogonie besucht.
Mein Doktorvater Reinhard Tausch hat einen großen Einfluss auf die Ausübung meines Berufs als Schulpsychologe gehabt und mir ein breites Spektrum an Fertigkeiten und Wissen mitgegeben, insbesondere die personenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers. Er wurde am 6.11. 2011 neunzig Jahre und verstarb am 8.8.2013.

1967 erwarb ich das Diplom in Psychologie, blieb ein knappes Jahr im Psychologischen Institut Hamburg tätig und ging 1968 als Schulpsychologe nach Bremen, frisch verheiratet mit Brigitte Wiest, geborene Pfalzgraf. getraut - im schönen Standesamt von Mölln in Lauenburg/Holstein; 2018 goldene Hochzeit. Ein Sohn, eine Schwiegertochter, eine Enkeltochter.
1971 wurde ich „Dr. phil.“ Mein Dissertationsthema: Lesenlernen im Vorschulalter.

Schulpsychologe in Bremen

Ich war begeisterter Diagnostiker, Familientherapeut, Baumzeichnungs-Deuter, Supervisor für Lehrerkollegien und Schulleitungen, ich habe in einem Team Beratungslehrkräfte fortgebildet und Tests entwickelt.
Von Anfang an war ein Schwerpunkt meiner Arbeit die Lese- und Rechtschreibdiagnostik und die Sprachdiagnostik zur angemessenen Fähigkeits-Beurteilung von Kindern, die die deutsche Sprache (noch) nicht angemessen beherrschten. Zusammen mit Norbert Boyer habe ich mich in der Einrichtung und Gestaltung von Lese- und Schreibförderung engagiert.
Zwei Bücher und mehrere Artikel habe ich veröffentlicht. Ich habe immer gern geschrie­ben. Deshalb unterhalte ich auch diese Webseite. Das macht einfach Spaß. Ein Bonmot war die Redaktionsgemeinschaft eines Jugendlexikons, das im Schwarz­wald verkauft wurde. Sie bestand aus Bremer Schulräten, Fachleitern, und ich gehörte auch dazu. Vor-Google-Zeiten.

Die lebendige Bremer Schulbehörde

Von 1968 bis 1971 hatte ich als Referent für Schulpsychologie meinen Platz in der Behörde «Der Senator für das Bildungswesen“ am Rembertiring, danach mit meinen Kolleginnen und Kollegen eigene Außenstellen, von 1981 bis 2006 in der Straßburger Straße 12, die Villa mit ihrem wohnlichen Zuschnitt hatte für die Belange von Beratung und Supervision die richtige Atmosphäre. Weitere Standorte gab es in der Bremer Neustadt (ehemalige Grundschule an der Langemarckstraße) und in Bremen-Grohn in einem Ein-Familien-Häuschen,
Das Kollegium aus Referenten und Schulräten beim „Senator“ bestand aus inter­essanten Individualisten. Besonders erwähnen möchte ich den hochkarätigen, wissenschaftlich geprägten und integrativen Lernplaner aller Lernplaner, Dr. Caspar Kuhlmann. Er gestaltete die Lehrpläne für die neue Orientierungsstufe, die ja den Grundstein für die flächendeckende Gesamt­schule bilden sollte. Als Schul­psychologen waren wir in seine Lehrplan­ausschüsse eingebunden und gestalteten einige der berühmten «Kuhlmann-Leisten» mit. Das waren kurzgefasste Lehrpläne: links die didaktisch-methodischen Überlegungen, rechts die Vorschläge für die Praxis.
Beeindruckend war die Referentin für den Sonderschulbereich Eva Seligmann, eine sanfte und starke Frau mit heftigem Schicksal. Unter ihrer Amtszeit entwickelte sich das Bremer Sonderschulwesen zu einem leistungs­fähigen und individuell anpassungsfähigen System, in dem auch qualifizierte psychodiagnostische Arbeit ihren Platz hatte.
Als Bildungssenator habe ich Moritz Thape am meisten geschätzt. Er war den damaligen K-Gruppen ein Graus und ansonsten ein aufgeschlossener Pragmatiker mit viel Wertschätzung für seine senatorischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er hat allen zum Geburtstag gratuliert, ich bin mit ihm eine Zeitlang täglich um halb acht Fahrstuhl gefahren.

Weiterqualifizierung, Lehrerfortbildung, schulpraktische Forschung, Veröffentlichungen

Hauptgebäude Straßburger Straße 32
In den neunziger Jahren war ich maßgeblich an zwei Projekten zur kollegialen Supervision beteiligt. Psychologen und vorgebildete Pädagogen arbeiteten mit Gruppen aus einzelnen Lehrerkollegien und ließen sich wissenschaftlich von Psychologen der Universität Bremen begleiten.
Die von Egon Oberschulrat Egon Pühn geleitete 1K-Gruppe, die im Auftrag von Senator Franke die Kontakte Behörde-Schule förderlicher gestalten sollte, ließ sich von mir supervidieren.
Das anschließende Projekt war die Fortbildung von Pädagogen zu Beratungslehrern durch ein Psychologen- und Fachleiter-Team. Der Schwerpunkt lag auf der personen­zentrierten Gesprächsführung. Die Fortbildungsmaßnahmen schlossen mit einer Überprüfung der konkreten Beratungsleistung ab. Hier konnte ich mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben, an handverlesene beratungs-begabte aufgeschlos­sene Lehrkräfte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an einer regel­mäßigen Supervision teil. Kein Wunder, dass einige von ihnen Schulleiter­innen und -leiter geworden sind.
Meinen Forschungsdrang und mein Bedürfnis nach Weitergabe psychologischer Inhalte an Lehrer stillte ich in der Schulbegleitforschung Bremen. Damalige Leitung: Dr. Ingrid Kemnade. Ich war Berater der Projekte 49, 59 (Sprachstandstests), 101 (soziale Kompetenz) und 112 (Beratung in der gymnasialen Oberstufe, Seite 37f.).
Ich habe andere fortgebildet  - und mich selber immer wieder qualifiziert:
Bevor die Digitalisierung in der Behörde Einzug nahm, hatten die Schulpsychologen das Glück, kompetente Referenten für Workshops einladen zu dürfen. So lernten wir den Paradigmenwechsel zu systemischen Beratungsmethoden, so dass wir uns fit machen konnten für moderne Familienberatung, Beratung von Lehrergruppen und Supervision. (Danach ging alles Geld für PC-Kurse drauf, womit ich wenig anfangen konnte. Ich habe mich selber qualifiziert, wie man sieht, recht erfolgreich).
Eine weitere Quelle der persönlichen Qualifizierung waren die Kongresse der Sektion Schulpsychologie im Berufsverband deutscher Psychologen und die Tagungen der Gesellschaft für Verhaltenstherapie dgvt.
Hier meine persönliche Sammlung verschiedener Zertifikate und Danksagungen. Hier meine wesentlichen Veröffentlichungen.
Zeitlich parallel zu der Beratungslehrer-Fortbildung war ich übrigens jahrelang als Ausbilder für Verhaltenstherapeuten tätig, gemeinsam mit dem Schulpsychologen Peter Hegeler. Das passte für mich inhaltlich perfekt zusam­men.
In meinem letzten Dienstjahr 2006/2007 habe ich ausschließlich Daten für meine Grundschultests: Lesen, Schreiben, Rechnen erhoben.

Kolleginnen und Kollegen  mit besonderen gemeinsamen Schwerpunkten

Norbert Boyer und Peter Hegeler, Schulpsychologischer Dienst; Brunhilde Christoph (†) und Gregor Bitter, Suchtprävention und Nevin Lutz, Deutsch als Zweitsprache.

Groß in der Leitung, Organisation und Vernetzung:

Frauke Schüdde-Schröter, Schullaufbahnberatung; Rolf Günther, Suchtprävention.

Nach meiner Pensionierung

war ich noch eine Weile als psychologischer Berater tätig und hatte im WS 2007/2008 einen Lehrauftrag beim Fachbereich Erziehungswissenschaften der Uni Bremen.
Mit  Bärbel Stiller, Sonderpädagogin an einer Bremer Grundschule in Walle, hatte ich auch nach meinem Ausscheiden aus dem schulpsychologischen Dienst einen Beratungskontrakt. Sie verstarb überraschend im Jahre 2011.

Von mir administrierte Webseiten:

www.uwewiest.de Pädagogische und klinische Psychologie. Seit 2000.
www.teutonia-delmenhorst.de - Seit 2012. Gesangverein TeuTONia Delmenhorst.
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Impressum

Dr. Uwe Wiest, Dipl.-Psych.
Eichenstraße 32
27749 Delmenhorst
Telefon 04221 5848337
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