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⌨ Tagebuch schreiben - zur Selbsthilfe und mehr Gelassenheit 📝


Täglich mindestens 10 Minuten Schreiben ohne Pause, alles was einem in den Sinn kommt.

Am nächsten Tag wieder durchlesen oder auch später.

Schreiben mit Stift in einem Tagebuch oder mit Tastatur in eine passwortgeschĂĽtzte PC-Datei.


Warum?

Um Distanz zu eigenen Gedanken zu bekommen.

Um sich frei zu äußern, ohne von anderen oder auch von sich selber bewertet zu werden. Man kann dann auch unausgegorene oder unsympathische Gedanken formulieren, weil das Tagebuch geschützt ist. Man belügt sozusagen andere oder sich selber weniger.

Manche Gedanken wollen einfach ins Freie. Wenn man sie nicht lässt, machen sie schlechte Gefühle, lassen einen zumindest nicht los und kehren immer wieder.

Auch zu unpassenden Zeiten, sie hindern einen beim Einschlafen oder man kommt frĂĽhmorgens nicht zur Ruhe.

Oder man redet auf Leute ein, wobei es mehr darauf ankommt, seine Gedanken los zu werden und eine Rückmeldung zu erhalten, wobei dann aber Wertungen ausgesetzt ist, zum Beispiel ungebetenen Ratschlägen – und unter Umständen nervt es andere, weil das Gespräch so einseitig ist.

Hat man Gedanken, die mit Angst, Ärger oder Traurigkeit begleitet sind, zum Beispiel Gedanken, mit denen man sich immer wieder rechtfertigt, aber diese Rechtfertigung aber selber nicht richtig glaubt, so lassen diese Gefühle durch das Schreiben nach (Desensibilisierung). Das ist derselbe Effekt, den man in einer guten Psychotherapie erlebt.


Führt man regelmäßig Tagebuch, erlebt man nach kurzer Zeit Entspannung. Man hat sich vor sich selber ausgesprochen. Diese Aussprache steht einem immer zur Verfügung und macht einen unabhängiger.


Mir geht es manchmal so, dass ich denke, das hast du schon vor ein paar Tagen oder Wochen gedacht, dann muss ich ein wenig schmunzeln – auch ein Zeichen für mehr Gelassenheit.

Das Tagebuch dient auch dazu, Vorhaben zu begleiten.


Willst du ein bestimmtes Ziel erreichen?

Willst du dir etwas angewöhnen?

Willst du dir etwas abgewöhnen?


Du stellst dir dazu Fragen, zum Beispiel:


Wie hat das geklappt? Warst du mit dir zufrieden? Was soll noch besser werden?

Was hat sich bewährt, was nicht?

Welche Gedanken und Gefühle haben dich beschäftigt?

Hast du heute etwas fĂĽr dich gelernt?

Wie willst du weiter vorgehen?


Dazu ein Link auf die Seite von Vera Birkenbihl âśť2011